Praktische Geographie

Bei den Recherchen zur Masterarbeit bin ich auf einen Sammelband mit dem Titel »Reisen und Alltag. Beiträge zur kulturwissenschaftlichen Tourismusforschung« aus dem Jahr 1992 gestoßen. Darin gibt es einen Beitrag von Dieter Sauermann, der Gästebücher in touristischen Regionen des (Hoch-)Sauerlands untersucht hat. In einem war folgender Eintrag zu finden:

»Der fernsten Städte Namen wissen,
vor jedem Felsen stehen müssen,
ist eitel Theorie.
Doch aller Länder Mädel küssen,
und jede gute Kneipe wissen,
ist praktische Geographie«

–Eintrag vom 16. Juli 1889 im Gästebuch des Gasthofes Müller-Braun in Altastenberg

Masterarbeitsthemenfindungsdings

Mein Studium der Interkulturellen Germanistik könnte schon längst zuende sein. Ist es auch fast, aber der krönende Abschluss steht noch bevor. Er nennt sich Masterarbeit und macht mit 30 CP gleich ein Viertel des Gesamtvolumens aus. Seit dem Wintersemester 2010 studiere ich nun dieses Fach, das mich immer noch nicht so recht überzeugt hat, doch dazu irgendwann mal mehr – wenn ich die Urkunde in den Händen halte … ;) (mehr …)

Göttinger Wut-Bürger

Das Busnetz in Göttingen soll angepasst werden und ab November 2014 reformiert an den Start gehen. Letzten Montag, am 21. Oktober, fand in der Paulinerkirche ein so genanntes Bürgerforum statt, bei dem die Göttinger sich über das Vorhaben von Verkehrsplanern und Göttinger Verkehrsbetrieben (GöVB) informieren konnten. (mehr …)

Endproduktion

So, ich melde mich jetzt nochmal in Sachen #zessmkz, nachdem ich meinen Clip fertiggestellt habe. Dazu ein paar kurze Notizen:

  • Dieses Mal habe ich mich wieder mit der Zeit verschätzt, allerdings in die andere Richtung. Der Clip ist nur eine Minute lang geworden.
  • Ich hatte beim Fotografieren der Flaschen ein grünes Tuch in den Hintergrund gelegt, um einen Greenscreen zu simulieren (→ Beispielfoto). So wollte ich das Grün einfach rausrechnen und die Flaschen so auf einfache Weise freistellen. Dabei habe ich mehrere Sachen nicht bedacht: Erstens haben sich Schatten gebildet, die freilich ein anderes Grün haben als der Rest. Außerdem sind die Flaschen ja häufig durchsichtig, sodass auch im Flaschenhals Grün ist, das dann entfernt werden würde. Mit Gimp war mir das zu fuckelig, schließlich wurden da die Grüntöne sehr fein unterschieden und ich habe es nicht geschafft, wirklich nur die Flaschen auszuschneiden. Also habe ich Pinnacle Studio, das eigentlich zum Videoschnitt da ist, missbraucht. Das ist deutlich grober und hat das Grün schön rausgerechnet (allerdings natürlich sämtliches, sodass auch grüne Flaschen dann transparent wurden).
  • Egal. Die nunmehr grauen Fotos habe ich nun mit LibreOffice Draw zu Folien zusammengebaut und mit Text ergänzt. Hier konnte ich die Elemente anordnen, wie ich wollte – und das irgendwie einfacher als auf dem Smartboard. Leider musste man, um .jpg-Dateien zu erhalten, jede Folie einzeln exportieren.
  • Jetzt galt es, Ton und Bild zusammenzukriegen. Die Einarbeitung in das Programm Kdenlive hat doch einen Moment gedauert. Besonders hat mich das komplizierte Schneiden 1 gestört: Wenn man den Clip durchlaufenn lässt und an der Stelle, an der man schneiden möchte, stoppt, ist dort wie gewohnt die Marke zu finden. Jetzt kann man aber anscheinend nicht einfach sagen: jetzt hier schneiden, denn wenn man in der Toolleiste das Schneide-Werkzeug auswählt, muss man mit dieser Schere, die man nun in der Hand hat, erneut eine Stelle für den Schnitt auswählen. Das ist dann nicht zwangsläufig dort, wo man vorher gestoppt hat. Außerdem lässt sich die Länge von Audio-Schnipseln nicht einfach durch ziehen an den Clips verändern.
  • Das Rendern des Einminüters hat ins mpg-Format etwa fünf Minuten gedauert. Das kommt mir im Vergleich zu dem Programm aus dem Kurs ziemlich lang vor.
  • Anders als noch vor ein paar Tagen gedacht, habe ich doch die Genehmigung bekommen, die Geräusche eines Leergutautomaten aufzunehmen. Der Supermarktleiter meinte nur, ich solle den Markt nicht nennen. Ok. Natürlich habe ich den Sound auch hochgeladen:

    Bei der Erstellung des Clips habe ich mir allerdings gedacht, dass die Geräusche eher stören würden und habe sie dann weggelassen.

Hier jetzt also der Film. Zufrieden bin ich eigentlich nicht, aber jetzt ist es, wie es ist. Kommentare erwünscht (hier unten oder direkt bei Flickr).

Unsmartboard

Mein Filmchen wollte ich ja eigentlich auf einem Smartboard zusammenbauen. Das hat sich allerdings als etwas unpraktisch erwiesen, weil man sich erstmal an dessen Bedienung gewöhnen muss. Einige Sachen waren mir dabei nicht ganz klar. Außerdem habe ich keinen Mehrwert gesehen, denn in meinem Film zeichne ich nichts und auch auf meine Handschrift kommt es weniger an. Also habe ich mich entschlossen, die Bilder mit anderer Software (vielleicht einer einfach Präsentationssoftware?) zusammenzusetzen. Wenn ich sie mit meinen Tonaufnahmen verbinde, muss ich ja ohnehin noch schneiden, dieser Schritt bliebe mit auch mit Smartboard nicht erspart.

Im Seminarraum benutzen wir für Video-Arbeiten und Schnitt das Programm Pinnacle Studio. Für meinen Laptop (und sein Kubuntu) hatte mir die Dozentin Lightworks empfohlen. Da das aber nicht zu meiner Architektur passt, habe ich mich für das Programm Kdenlive entschieden. Ob und wie ich damit zurechtkomme, wird sich dann bald zeigen, wenn es an den Schnitt geht. Bericht folgt.

Die Rohdaten habe ich fast zusammen. Flaschenfotos und eingesprochener Text sind da. Sounds fehlen, wie beschrieben, noch. Aber da finde ich auch noch eine Lösung. Zur Not benutze ich einfach ähnliche Geräusche.

Leergut – oder: Die Suche nach dem Sound

In meinem Abschlussprojekt möchte ich gerne einen kurzen Infofilm erstellen, der das deutsche Pfandsystem ein wenig erläutert, damit man weiß, wie viel es für welche Flasche gibt und wo man sie zurückgeben kann. Damit sich nicht mehr so viele Flaschenberge in WGs anhäufen!

Eigentlich habe ich eine machbare Idee zur Umsetzung im Kopf: Eine Flaschenansammlung wird schrittweise in Kategorien sortiert. Keep it short and simple! Das könnte sich z.B. mit dem Smartboard oder auch schlicht mit einem Office-Präsentations-Programm umsetzen lassen.

Gerne hätte ich zur Auflockerung ein paar typische Sounds, Geräusche, die Leergutautomaten eben so von sich geben. Da ran zu kommen ist allerdings alles andere als einfach. Weil es sich bei Supermärkten um private Geschäftsräume handelt, muss eine Genehmigung für Ton- und Fotoaufnahmen her. Dazu habe ich verschiedene Supermarktketten per Mail angeschrieben: Rewe, Tegut, Lidl und Edeka. Außer bei Rewe habe ich allerdings keine Kontaktdaten der Göttinger Märkte gefunden, weshalb meine Anfrage in irgendeiner Kundenkommunikations-Zentrale gelandet ist. Lidl hat sofort eine (offenbar automatisierte) Absage geschickt, mit der Begründung, dass »[d]ie Bearbeitung dieser Anfragen [zu wissenschaftlichen Studien, Haus-, Diplom- und Bachelorarbeiten] ein immer größer werdendes Arbeitsaufkommen dar[stellt]. Aus diesem Grund ist es uns nicht möglich, Anfragen, die außerhalb des gesetzlich vorgeschriebenen Rahmens liegen und bei denen keine Verpflichtung zur Teilnahme besteht, zu berücksichtigen.« Das bedauert Lidl natürlich außerordentlich. Aber hat man dort auch meine E-Mail gelesen? Heute kam auch die Absage von Rewe, wo man sich offenbar immerhin mit dem Inhalt beschäftigt hat: »Nach erfolgter Rücksprache mit unserer Fachabteilung müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass wir weder Fotos noch Soundaufnahmen in unseren REWE-Märkten genehmigen.«

Bleibt zu hoffen, dass ich bei einem persönlichen Abstecher – z.B. zu Edeka – erfolgreicher bin. Sounds habe ich testweise schon aufgenommen, allerdings hatte ich niemanden gefunden, der zuständig war. Also kann ich sie nicht veröffentlichen. Und vorhanden ist im Netz offenbar auch nicht viel, ich habe lediglich einen einzigen freien Sound gefunden, der allerdings nur eine Fehlermeldung des Automaten darstellt – und nicht den Normalbetrieb.

Schauen wir mal.

(Ansonsten war heute wieder ein Kolloquiumstag. Wir haben kurz über den Ausgang der beiden Wahlen gesprochen und dann drei kurze Audiobeiträge produziert:

    • Johanna interviewt unseren Hörspielmacher Nicolas …
      … Nicolas interviewt mich über Twitter …
      … und ich gebe einen Kommentar zum Nutzen von Medienkompetenzseminaren
  • Dabei hat sich gezeigt, dass ich wohl noch lange auf ein Zeitgespür warten muss. Eine Minute war die Richtung, anderthalb sind es geworden. Hm.)

    Kolloquium

    Gestern war es endlich so weit, das lang erwartete Abschlusskolloquium für das Medienzertifikat stand auf der Tagesordnung!

    Um kurz nach 9 Uhr gings los, leider mit nur drei Teilnehmnern. Als das Programm vorgestellt wurde, war ich schon etwas skeptisch, schließlich hatte ich erwartet, dass wir uns im Kolloquium vor allem mit unserem eigenen Abschlussprojekt beschäftigen würden. (mehr …)

    Lehr- und Infoclips

    Jetzt ist es schon mehr als eine Woche her, dass ich den letzten Werkstattkurs für das ZESS-Medienkompetenzzertifikat besucht habe. Hier endlich ein paar Worte dazu: (mehr …)

    Experiment

    Heute habe ich mal wieder an einem Experiment teilgenommen, dieses Mal am Courant-Forschungszentrum »Armut, Ungleichheit und Entwicklung in Entwicklungsländern«. Dort kann man sich in einer Datenbank eintragen und wird dann zu Experimenten eingeladen. In der Einladungsmail wurde darauf hingewiesen, dass immer mehr Leute als benötigt eingeladen werden, man aber auf jeden Fall fürs unnötige Erscheinen 2,50 Euro bekommen würde.

    Interessant fand ich, wie dort gefiltert wurde, nämlich mit einem Sprachtest. In einem Text waren gelegentlich zwei oder drei alternative Wörter oder Wortgruppen zu finden, von denen die richtige ausgewählt werden musste. Bei mehr als drei Fehlern musste man gehen (das wurde uns aber vorher nicht gesagt). Das fand ich schonmal eine interessante Methode, eigentlich ein bisschen unfair gegenüber ausländischen Studierenden. Wie sich aber später herausstellte, ist sprachliches Wissen von Vorteil.

    Der Versuch selbst lief nämlich so ab, dass eine Art Scrabble gespielt wurde. Dabei durfte ein neues Wort maximal drei Buchstaben haben. Bestehende Wörter durften um maximal einen Buchstaben ergänzt werden. Gespielt wurde gegen Geld. In jeder Runde konnte man einen Buchstaben kaufen, für 2 Taler (zu Beginn hat jeder 75 davon, jeder hat einen Gegenwert von 12 Cent). Dann konnte man entweder ein 3-Buchstaben-Wort beginnen, einen Buchstaben zu einem bestehenden Wort hinzufügen oder aussetzen. Das Entscheidende ist allerdings, dass man für jedes Wort, das man legt, eine »Lizenzgebühr« einstellen kann. Wenn jemand dann mein Wort erweitert, muss er für die schon vorhandenen – meine – Buchstaben Taler an mich abdrücken. Umgekehrt muss ich zahlen, wenn ich ein Wort erweitere. So ergibt sich ein spannender Handel. Ich dachte die ganze Zeit, ich sei schon gut, wenn ich mich so um 95 Taler einrichte. Aber am Ende habe ich gesehen, dass ich damit letzter wurde. So habe ich »nur« 11,60 Euro bekommen, während andere mehr als 23 Euro abgesahnt haben. Ich bin mal gespannt auf das nächste Experiment. Dieses hat jedenfalls Spaß gemacht :)

    Get Well Soon

    Am Samstag war ich im Kulturzelt Kassel, wo Get Well Soon, ein Musikprojekt rund um den Schwaben Konstantin Gropper, gastierte. Zum Glück hatte ich mich entschieden, mir das Spektakel anzuschauen. (mehr …)