Experiment

Heute habe ich mal wieder an einem Experiment teilgenommen, dieses Mal am Courant-Forschungszentrum »Armut, Ungleichheit und Entwicklung in Entwicklungsländern«. Dort kann man sich in einer Datenbank eintragen und wird dann zu Experimenten eingeladen. In der Einladungsmail wurde darauf hingewiesen, dass immer mehr Leute als benötigt eingeladen werden, man aber auf jeden Fall fürs unnötige Erscheinen 2,50 Euro bekommen würde.

Interessant fand ich, wie dort gefiltert wurde, nämlich mit einem Sprachtest. In einem Text waren gelegentlich zwei oder drei alternative Wörter oder Wortgruppen zu finden, von denen die richtige ausgewählt werden musste. Bei mehr als drei Fehlern musste man gehen (das wurde uns aber vorher nicht gesagt). Das fand ich schonmal eine interessante Methode, eigentlich ein bisschen unfair gegenüber ausländischen Studierenden. Wie sich aber später herausstellte, ist sprachliches Wissen von Vorteil.

Der Versuch selbst lief nämlich so ab, dass eine Art Scrabble gespielt wurde. Dabei durfte ein neues Wort maximal drei Buchstaben haben. Bestehende Wörter durften um maximal einen Buchstaben ergänzt werden. Gespielt wurde gegen Geld. In jeder Runde konnte man einen Buchstaben kaufen, für 2 Taler (zu Beginn hat jeder 75 davon, jeder hat einen Gegenwert von 12 Cent). Dann konnte man entweder ein 3-Buchstaben-Wort beginnen, einen Buchstaben zu einem bestehenden Wort hinzufügen oder aussetzen. Das Entscheidende ist allerdings, dass man für jedes Wort, das man legt, eine »Lizenzgebühr« einstellen kann. Wenn jemand dann mein Wort erweitert, muss er für die schon vorhandenen – meine – Buchstaben Taler an mich abdrücken. Umgekehrt muss ich zahlen, wenn ich ein Wort erweitere. So ergibt sich ein spannender Handel. Ich dachte die ganze Zeit, ich sei schon gut, wenn ich mich so um 95 Taler einrichte. Aber am Ende habe ich gesehen, dass ich damit letzter wurde. So habe ich »nur« 11,60 Euro bekommen, während andere mehr als 23 Euro abgesahnt haben. Ich bin mal gespannt auf das nächste Experiment. Dieses hat jedenfalls Spaß gemacht 🙂

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