Kolloquium

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Gestern war es endlich so weit, das lang erwartete Abschlusskolloquium für das Medienzertifikat stand auf der Tagesordnung!

Um kurz nach 9 Uhr gings los, leider mit nur drei Teilnehmnern. Als das Programm vorgestellt wurde, war ich schon etwas skeptisch, schließlich hatte ich erwartet, dass wir uns im Kolloquium vor allem mit unserem eigenen Abschlussprojekt beschäftigen würden.

Leider ist das wohl nicht ganz so. Die Arbeit an unserem Projekt findet nämlich individuell und zuhause statt und soll vom Kolloquium nur begleitet werden. Dann habe ich mich gefragt, warum man trotzdem vier ganze Tage von 9 bis 17:30 Uhr im Seminar verbringt. Die Antwort ist recht simpel: Zum einen wiederholen wir viele Dinge, die wir schon im Grundkurs thematisiert haben. Wir diskutieren über aktuelle Medienereignisse (der Bundestagswahlkampf bietet wunderbare Gelegenheiten) und reflektieren Medienprozesse. Zum Beispiel haben wir noch einmal Medienkompetenz-Konzepte visualisiert, und zwar kollaborativ auf einer Plattform zur Erstellung von Mindmaps. Nach kurzer Einarbeitung und nachdem sich die gruppendynamischen Prozesse geregelt hatten, hat das auch ganz gut geklappt. Trotzdem ein Grundkursthema.

Soweit, so gut und vielleicht als Wiederholung auch gerechtfertigt, aber nicht, was ich vom Kolloquium erwartet hätte. Genau so ist es auch mit den anderen Programmpunkten. Wir sollen kleinere Miniproduktionen zuhause erledigen und dabei verschiedene Medien einbeziehen (gestern: Print/Foto/Text). Dafür fallen dann abends, nach dem Seminar, noch einmal ein bis drei Stunden an. Ehrlich gesagt finde ich das etwas übertrieben, hat man sich schließlich schon den ganzen Tag mit dem Kurs befasst und deshalb sollte die Freizeit am Abend nicht zusätzlich beschnitten werden.

Sicher, noch einmal: Wiederholung schadet nicht. Insbesondere ist wohl das Ansinnen, Meta- und Planungsprozesse zu optimieren. Und dafür machen wir wieder Produktionen, die eigentlich in die Werkstattkurse gehören. Wie gesagt, eine Sendung fürs Stadtradio und diverse Miniübungen. Auch wenn die Sendung die Themen des Medienkompetenzzertifikats oder auch aktuelle Medienphänomene behandeln soll, also auch auf einer Metaebene stattfindet, muss man sich trotzdem auch in die medienspezifische Technik einarbeiten. Das ist eventuell etwas schwierig, wenn man den Radiokurs nicht besucht hat.

Und wenn ich beispielsweise mein Projekt als Infoclip realisieren will, warum muss ich mich dann noch einmal mit Grafikprogrammen herumschlagen? Das hatte ich vom Kolloquium so nicht erwartet. Ich finde auch schade, dass die eigentliche Hauptarbeit dann trotz der großzügigen Zeit im Seminar doch in der Freizeit stattfinden soll. Vielleicht könnte man das Kolloquiums-Konzept nochmal überarbeiten und stärker auf die Projektarbeit fokussieren (wofür es heute ein zartes Pflänzchen gab, als wir unser Exposée erstellen sollten, immerhin!).

Edit: Lotte meinte zwar, die theoretischen Diskussionen seien auch von der Kursankündigung abgedeckt, doch dort lese ich bloß:

Das Kolloquium begleitet den gesamten Umsetzungsprozess einer eigenen medialen Produktion bis hin zur Präsentation. Darüber hinaus bietet es den Rahmen, innerhalb dessen ein Austausch über einzelne Planungsschritte der Medienprojekte stattfinden kann (Medienvergleich, Recherche und Partner, Konzeption, Produktionsplan, Fördermittel, Vernetzung und Präsentation).

– vgl. UniVZ, Hervorhebungen von mir

Jetzt ist die Frage, was begleiten meint, aber zumindest die komplette Klammer verstehe ich so, dass sie sich auf das jeweilige eigene Projekt bezieht.

Das klingt jetzt alles leider wieder etwas negativ, aber so ist eben meine Meinung und da muss man ja auch nicht drumherum reden 😉

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Kategorien: Deutsch, zessmkz

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